Die Kündigung eines Platzes im Seniorenheim wird häufig nötig, wenn die Pflegebedürftigen Missstände im Heim ihren Angehörigen melden. Diese verfügen oftmals über einen Vollmacht und können so die nötigen Schritte einleiten, oder ohne Vollmacht den Heimbewohnern bei der Kündigung unterstützend zur Seite stehen.
Der Heimvertrag ist die Basis für die Aufnahme in einem Pflege- oder Seniorenheim. Er wird geschlossen, wenn das Heim unter das Heimgesetz fällt und ist ein Vertrag zwischen der Einrichtung und dem zukünftigen Heimbewohner. In dem Heimvertrag werden bestimmte Pflichten definiert, wie Unterkunft, Verpflegung, Betreuung und mögliche gesonderte Leistungen, die es unbedingt zu erfüllen gilt. Andernfalls ist der Vertrag nichtig. Dies erleichtert es bei einer Kündigung die Gründe zu benennen, die zum Kündigungsschreiben führten.
Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen. Die Gründe für die Kündigung müssen im Kündigungsschreiben konkret formuliert werden. Die Anlässe für die Beendigung des Heimvertrages können vielfältig sein. Ein sehr wichtiger Punkt ist der Aspekt der Betreuung des Pflegebedürftigen. Es verstößt in jedem Fall gegen den Heimvertrag, wenn für die Versorgung des Pflegebedürftigen nicht ausreichend gesorgt werden kann und dies zu Beeinträchtigungen der Gesundheit oder des Wohnbefindens des Heimbewohners führt. Mängel am Pflegeheim, wie eine unzureichende Versorgung auf Grund eines Personalmangels sind stichhaltige Gründe um ein Kündigungsschreiben zu formulieren. In der Regel bieten große Pflegeverbände, wie beispielsweise der Deutsche Pflegeverband e.V., eine umfangreiche Auswahl an seriösen Pflegeinstitutionen an.
Ein anderer Grund, mit rein pragmatischen Gründen, für den Pflegebedürftigen und seine Angehörigen ist es, wenn ein anderes Pflegeheim gefunden wurde, dass mehr den Vorstellungen entspricht. In diesem Fall handelt es sich aber nicht um einen Fehler oder eine nichterbrachte Leistung des Heims, sondern lediglich um eine Veränderung des Standpunktes einer Vertragspartei. Daher ist hier eine Kündigung nur innerhalb der ordentlichen Kündigungsfristen zulässig. Nur aus einem konkreten Grund, wie den oben genannten, kann der Heimvertrag auch ohne Einhaltung einer Frist durch ein Kündigungsschreiben mit sofortiger Wirkung beendet werden.
Die Zustände, die zu einem solchen Handeln führen können für den Heimbewohner und seine Angehörigen sehr belastend sein. In einer solch schweren Phase ist es wichtig schnell zu handeln und sich Hilfe zu holen. Da die wenigsten Menschen mit den gängigen Kündigungsmodalitäten betraut sind, wird häufig der Rat eines Anwaltes in Anspruch genommen. Dies mag in einigen Fällen unumgänglich sein. Doch häufig werden Anwälte nur für die richtige Formulierung des Kündigungsschreibens benötigt. Die damit verbundenen Kosten lassen sich jedoch häufig schon durch Internetdienste, wie Seiten mit einer Kündigung als Vorlage, umgehen. Eine solche Kündigung über eine Vorlage erspart eine Menge Zeit und Geld. Die so gesparten Ressourcen lassen sich somit an anderer Stelle effizienter und für alle Beteiligten besser einsetzen.